So berichtet die Presse

Göppinger NWZ, 14.04.2009

Mit zwölf Hunden startete Heike Kontermann in der Offenen Klasse beim Amundsenrace und belegt den 13. Rang.

Von Anita Kirner

Es ist das letzte Rennen der Hundeschlittensaison in Skandinavien und zugleich eines der wichtigsten:
Die ehemalige Süßenerin Heike Kontermann nahm erfolgreich am Amundsenrace vom schwedischen Östersund ins norwegische Röros teil und belegte einen beachtlichen 13. Platz. Dabei bedeutete das Rennen gleich in mehrerer Hinsicht eine Herausforderung für die Wahl-Schwedin: Zum ersten Mal startete sie nicht nur mit acht Hunden sondern fuhr mit zwölf Tieren im Gespann. Dabei wird das Fahrkönnen der Musher, der Hundeschlittenführer, zum einen wegen der Anzahl der Hunde, zum anderen auch wegen dem Gewicht des Schlittens auf die Probe gestellt. Zudem legen die Veranstalter des Amundsenrace, benannt nach dem norwegischen Polarforscher Roald Amundsen, viel Wert auf die Ursprünglichkeit des Hundeschlittensports: Lange, einsame Etappen, ein Wildnis-Checkpoint, an dem die Musher bei den Hunden schlafen und keinerlei Versorgung von außen bekommen. Diese Härte des Rennens zieht vor allem internationale Größen des Hundeschlittensports an, die sich im diesjährigen Rennen in knapp 50 Teams mit über 600 Hunden aus zehn Nationen zusammensetzte. Für Heike Kontermann ein ganz besonderes Erlebnis: „Wir sind im Massenstart auf einem zugefrorenen See gestartet. Auf einer Etappe war ich derart erschöpft, dass ich mit Sekundenschlaf zu kämpfen hatte. Ein Glück, dass meine Hunde so zuverlässig sind.“ Durch ihre Platzierung unter die besten 20 hätte sich die ehemalige Süßenerin eigentlich den Vizetitel der Schwedischen Meisterschaft erfahren, wurde aber nicht nominiert, weil sie noch nicht lange genug in Schweden lebt.

Göppinger NWZ, 18.02.2009

Großer Erfolg für Michael Jeckel: Bei der norwegischen Schlittenhunde-Meisterschaft in der Langdistanz landete er auf Rang vier.

Von Anita Kirner

Mit der zweit schnellsten Laufzeit und dem vierten Platz auf der 400-Kilometer-Distanz legte Michael Jeckel beim Femundslauf im norwegischen Roros ein grandioses Rennen ab. Trotz widriger Sichtbedingungen und bis zu einem halben Meter Neuschnee auf der Strecke zeigte sich gleich von Beginn an, dass die Hunde des ehemaligen Süßener schnell waren. Eine längere Pause am Anfang des Rennens, um seine acht Hunde zu schonen, konnte er auf der letzten Etappe über die Berge wieder aufholen. Am Ende lagen mehr als 70 Gespanne in einem starken Teilnehmerfeld hinter Michael Jeckel, auf den dritten Platz fehlten nur noch wenige Minuten.

Artikel vom 12. Februar 2008 in der NWZ Göppingen

HUNDESCHLITTENRENNEN / Heike Kontermann belegt in Norwegen den 22. Platz

Auf das Erfolgserlebnis folgt der Umzug

Rang 22, Erfrierungen inklusive, so lautet die Bilanz von Heike Kontermann aus Süßen nach ihrem Start beim größten Hundeschlittenrennen Europas in Norwegen.

ANITA KIRNER

Es ist das größte Hundeschlittenrennen in Europa: Der norwegische Femundslauf, im Original Femundlopet. Heike Kontermann aus Süßen hat inzwischen das dritte Mal über die 400 Kilometer Distanz teilgenommen und konnte in diesem Jahr mit Ihrem besten Ergebnis aufwarten. »Ich bin mit meinem 22. Platz sehr zufrieden, zumal ich fast nur junge Hunde in meinem Team hatte«, erklärt die 35-Jährige.

Zum Schutz der Hunde dürfen diese erst ab einem Alter von zwei Jahren am Rennen teilnehmen und fünf von Kontermanns Hunden im Gespann hatten das Mindestalter gerade erst erreicht. Obwohl die Süßenerin dieses Jahr mehr Glück mit dem Wetter hatte und trotz stürmischen Winden gut durch die Berge gekommen war, musste sie doch die Härte der norwegischen Seenregion am eigenen Körper erleben: Nach einem Temperatursturz auf unter minus 30 Grad und hartem körperlichen Einsatz auf Grund der Schneebedingungen zog sie sich wie andere Teilnehmer Erfrierungen zu. »Die Hunde sind alle heil ins Ziel gekommen, aber unterwegs war es sehr anstrengend für Hund und Mensch«, so Kontermann. Ein Einsatz, der sich dennoch gelohnt hat: Unter den 96 Teilnehmern, darunter vier Deutsche, reihte sie sich trotz längerer Pausen an den Checkpoints zur Schonung der Hunde im vorderen Viertel der Ergebnisliste ein.

Nachdem die Süßernerin die letzten Winter in Schweden damit zugebracht hat, den Hundenachwuchs von Freunden für die Rennen vorzubereiten, hat sie nun den Aufbau einer eigenen Zucht fest im Blick. Im Frühjahr wird sie mit ihrem Ehemann Deutschland den Rücken kehren und nach Schweden ziehen.

Heike Kontermann am Checkpunkt Sövollen

Heike Kontermann passierte am Samstag abend ihren dritten Checkpunkt in Sövollen. (OPPDATERT 03.02.2008 08:48:08) sparassiscrispa@web.de

Anja Schott

Heike Kontermann startete am Freitag abends um 20.18 Uhr in Röros. Inzwischen liegen drei Checkpunkte hinter ihr und sie ist genau in diesem Moment auf dem Weg von Sövollen nach Tynset. Ich traf sie gestern abend am Checkpunkt Sövollen, wo sie 19.12 Uhr eingetroffen war und gerade dabei war, die Hunde zu versorgen. Die Temperaturen waren inzwischen auf -21°C  gefallen, und so genossen auch die Hunde gegenseitige Wärme.

Heike kommt aus Süssen in Deutschland und nimmt das dritte Mal an der Femundlopet 400 teil. Zusammen mit Michael wird sie bald nach Schweden ziehen, und damit sind die Vorraussetzungen für Platz mit mehreren eigenen Hunden geschaffen. Darauf freuen sich die Beiden sehr.

»Ich habe vor ca 5 Jahren begonnen als Handler zu arbeitet und da hat es mich gepackt. Inzwischen kann ich mir ein Leben ohne die Hunde nicht mehr vorstellen. Ausser meine eigenen Hunden Bente (5 Jahre) und Maya (4 Jahre), habe ich sechs zweijährige Hunde von Katy Meier im Gespann. Mit Bente habe ich in Deutschland viel vor dem Fahrrad trainiert, Maya hingegen lebte bis jetzt in Schweden, wird aber, sobald wir nach Schweden gezogen sind, zu uns kommen.«

Für Heike ist es wichtig vor allen den jungen Hunden an den Checkpunkten genug Rast zu geben und somit erfolgreich das Ziel in Röros zu erreichen.

Michael Jeckel erreicht Platz 20

Verfasser: Antje Greschuchna   Datum: 14.03.07 10:42 (Artikel Nr: 2201)

Michael Jeckel ist mit seinem 20. Platz sehr zufrieden. Da seine Teilnahme am Finmarkslopet gleichzeitig sein erstes Rennen überhaupt war, hatte er sich zunächst nur die Zielüberquerung vorgenommen. Über die Platzierung freut er sich, jedoch stand für ihn die Gesundheit der Hunde im Vordergrund.

Das Rennen verlief für ihn glücklicherweise ohne größere Zwischenfälle. Michael musste jedoch einen seiner Hunde in Levajok zurücklassen, nachdem dieser sich im Tiefschnee auf der Etappe zwischen Skoganvarre und Levajok an der Schulter verletzt hatte.

Für Micheal Jeckel, der von seinem 20. Platz selbst überrascht ist, war Finnmarkslopet ein ‚absoluter Traum’. Er ist immer noch fasziniert von der für ihn unglaublichen Leistung seines Hundegespanns, das auf der letzten Etappe nach Alta noch einmal ‚richtig Vollgas’ gegeben hatte.

Ob als Handler oder Musher – Michael Jeckel freut sich schon jetzt darauf, im nächsten Jahr beim Finnmarkslopet in Alta wieder dabei zu sein.

Artikel vom 10. Februar 2007 in der NWZ Göppingen

HUNDESCHLITTENRENNEN / Platz 36 in Norwegen

Im Sturm nach vorn

Widrigem Wetter musste sich Heike Kontermann aus Süßen beim „Femundlopet“, dem größten Rennen Europas mit Schlittenhunden, in Norwegen stellen

ANITA BERTRAM

Heftiger Schneefall, Wind in Sturmstärke und ein Notbiwak in den Bergen: Der „Femundlopet“ das größte Schlittenhunderennen Europas am Seegebiet Femund in Norwegen, forderte Anfang Februar seinen Teilnehmer alles ab.

Auch Heike Kontermann aus Süßen musste sich mit ihren acht Hunden ihren Weg durch die Wildnis suchen und kam auf der rund 400 Kilometer langen Distanz nach gut 32 Stunden reiner Fahrzeit auf Platz 36 ins Ziel in Röros.

„Der Anfang war hart. Der Sturm war so stark, dass selbst die Hunde Angst bekommen haben und sich mit anderen Gespannen verhedderten“, erzählt Heike Kontermann. Die 34-Jährige war gezwungen, die Leinen bei eisiger Kälte mit den bloßen Händen aufzuknoten und den Sturm ohne Hilfe von außen auszusitzen.

Trotz dieser Zwangspause kämpfte sich die Süßenerin im Laufe des Rennens unter den 76 Teilnehmern kontinuierlich nach vorne und zeigte sich am Ende des Rennens zufrieden mit ihrer Leistung: „ Die jungen Hunde sind super gelaufen, das Rennen war ein großes Abenteuer.“